DG & DG Das Geld und die Griechen – Τo Χρημα και οι Ελληνες

Die anderen sind schuld

Namen wie “Merkel”, “Sarkozy”, “Deutsche Bank”, “Moody’s”, “Siemens”, “Troika” und “Politiker” fliegen wie Stühle durch den Raum. Am liebsten würde ich unter einem Tisch Deckung nehmen.

Nachdem wir auf dem Wochenmarkt gefilmt haben, sitzen wir in einem Café an einem Tisch an dem drei Männer Ouzo und Bier trinken. “Weisst Du wie viel die Deutsche Bank an den Zinsen verdient, für das Geld, dass sie den Griechen geliehen haben?” Ich weiß es nicht. Millionen und Milliardensummen werden genannt. Munition im Verteilungskampf des Selbstwertgefühls.

“Haben denn die Griechen auch Fehler gemacht?” frage ich ein paar mal.

“Ja, aber…” ist die Antwort, doch das ja wird nie weiter ausgeführt. Wahrscheinlich liegt es daran, dass ich hier im Café neben dem Markt gerade als Vertreter Deutschlands gelte und man sich Deutschland gegenüber nicht selbstkritisch zeigen mag. Vielleicht diskutieren die Griechen untereinander, was schief gelaufen ist, was man selbst an Fehlern gemacht hat und was man daraus für die Zukunft lernen kann. Hier im Café ist davon wenig zu spüren.

2 Kommentare zu Die anderen sind schuld

  1. Sehr interessantes Projekt und Gratulation an Dich und das Goethe-Institut, so aktuell auf die Krise zu reagieren! Der Blog gefällt mir auch sehr gut – schönes Zusammenspiel zwischen Bildern und den knappen Texten. Bin auf die Fortsetzungen und den Korsakow-Film gespannt.

    Für so faule Menschen wie mich wäre übrigens ein Twitterfeed oder so nützlich, dann kann man den Updates folgen ohne sich wöchentlich daran erinnern zu müssen, die Seite mal zu besuchen. Gibt’s so was?

    Na denn: Wünsche die notwendige Contenance als Vertreter Deutschlands ;-)

    Grüße aus der Hauptstadt!

    Helen Sonntag.


.

Eine Koproduktion des Goethe-Instituts Athen mit dem Korsakow-Institut.